Volkswagen Magazin

Innovation

Vision im
Hier und Jetzt.

Mit dem I.D., der als Studie beim Pariser Autosalon enthüllt wurde, knüpft Volkswagen an eine große Tradition an: So wie schon Käfer und Golf als Massenphänomene neue Regeln schrieben, soll das kompakte, voll vernetzte e-Auto den Weg in die Zukunft der Mobilität weisen.

Text Jürgen Stackmann
Fotos Volkswagen AG

Am Anfangspunkt großer Veränderungen steht oft ein Traum. Die überraschende Heureka-Idee eines klugen Kopfes zum Beispiel – sie kann zum Zündfunken für eine technologische Revolution werden. Oder die Visionen großer politischer und philosophischer Denker – sie haben manchmal ganze Gesellschaften zum Positiven verändert.

Auch die Marke Volkswagen befindet sich derzeit in einem umfassenden Wandlungsprozess. Und wenn ein weltweit führendes Automobilunternehmen ein neues Mission Statement formuliert – dann gehört zu dieser neuen Strategie natürlich auch ein Auto, das Träume wahrmacht.

Dieses Traumauto, das gewissermaßen die Zukunft von Volkswagen verkörpert, ist schon da. Wir haben es (vorerst als Studie) auf dem Autosalon Paris 2016 enthüllt: Der I.D. ist Gegenwart, keine Vision mehr. Dabei trägt er natürlich viele Visionen in sich, von denen wir wissen, dass sie die Mobilität von morgen bestimmen werden.

Käfer

1938 ist der Prototyp des Volkswagen von Ferdinand Porsche praktisch serienreif. Er wird zu Recht zur Legende: Mit knapp 22 Millionen weltweit verkauften Fahrzeugen ist der Käfer nach dem Golf das beliebteste Auto von Volkswagen. Er machte Europa, Brasilien und Mexiko mobil.

Der I.D. fährt rein elektrisch und emissionsfrei, mit der reisetauglichen Reichweite von 400 bis zu 600 Kilometern. Er ist das erste Auto von Volkswagen, das weitreichendes automatisiertes Fahren erlauben wird. Da der I.D. auf dem neuen Modularen Elektrobaukasten (MEB) basiert, bietet er – obwohl er von außen kleiner als der Golf ist – einen ähnlichen Innenraumkomfort wie der Passat.

Die neuen Designmöglichkeiten, die der MEB mit sich bringt, spiegeln sich auch in den Mensch-Maschine-Schnittstellen: Fahrer und Passagiere können die Funktionen des Autos so intuitiv bedienen, wie man es von den meisten Smartphones gewohnt ist. Und wenn der I.D. voraussichtlich ab 2020 in Serie geht, dann wird der Verkaufspreis ungefähr bei dem liegen, was heute ein Golf Diesel kostet.

I.D.

Das Showcar vom Autosalon Paris deutet in die Zukunft: 2025 will Volkswagen Marktführer im Bereich e-Mobilität sein.

Somit steht der I.D. tatsächlich für eine große Idee. Er ist das zeitgemäße, alltagstaugliche, erschwingliche und schöne Fahrzeug für eine Generation, die sich neuen, gewaltigen Herausforderungen gegenübersieht. Ein Auto für Menschen, die in einer globalisierten Welt leben, in der Technologien und Ideale sich schneller fortentwickeln als je zuvor.

Damit erinnert der I.D. deutlich an zwei andere bedeutende Meilensteine in der Geschichte von Volkswagen. Nummer eins: In den 50er-Jahren erreichte der Käfer den Höhepunkt seiner Popularität. Er war das robuste und preiswerte Auto, das weltweit einem Großteil der Menschen zum ersten Mal überhaupt Mobilität ermöglichte. Nummer zwei: Der Golf löste bei seiner Einführung im Jahr 1974 eine ähnliche Revolution aus – ein hochwertiges, vielseitiges Fahrzeug, das den neuen Traum vieler Menschen von Freiheit und individueller Fortbewegung verkörperte.

Das Entscheidende in beiden Fällen: Käfer und Golf waren nicht nur interessante Neuigkeiten für Autofans – sie trugen eine soziale Komponente in sich. Auch wenn es hochtrabend klingt: Mit diesen zwei Fahrzeugen veränderte Volkswagen die Gesellschaft.

Die Zeiten haben sich gewandelt, die Träume der Menschen auch. Genau deshalb braucht diese Generation ein neues Auto: den I.D., die nächste Stufe der individuellen, vernetzten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. Auch die Marke Volkswagen braucht einen neuen Fokus, neue Ideale. Daran arbeiten wir mit höchster Priorität.

Die Entwicklung des I.D. hat insgesamt etwas weniger als ein Jahr gedauert. Für ein Fahrzeug dieser Komplexität und Designschärfe eine ungewöhnlich kurze Zeit – und ein Zeichen dafür, in welche Richtung die Entwicklung bei Volkswagen geht: Unsere Schwerpunkte sind effiziente Prozesse, schnelle Reaktion auf die Bedürfnisse unserer Kunden, Wettbewerbsfähigkeit, strategisch kluge Investitionen sowie die ständige Bereitschaft, Dinge immer wieder neu zu reflektieren.

Golf

1974 wurde in München der erste Nachfolger des Käfer vorgestellt. In seinem unglaublich eckigen Design war er für damalige Verhältnisse revolutionär. Er gab einer ganzen Generation einen Namen.

Jürgen Stackmann

Jahrgang 1961, ist Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw und leitet dort die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und After Sales. Der Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt begann seine Laufbahn bei Ford. Zu Volkswagen kam Stackmann 2010, unter anderem war er auch für die Marken ŠKODA Auto und SEAT tätig.

BUDD-e

Avantgardistisch präsentierte sich 2016 die Studie auf der Technikmesse CES in Las Vegas. Ausgestattet mit großformatigen Infotainmentpanels und einem vollelektrischen Antrieb mit einer Reichweite von bis zu 533 Kilometern wird Reisen zum interaktiven Erlebnis. Dank Touch- und Gestensteuerung geschieht alles intuitiver denn je.

Für den Prozess, der uns derzeit prioritär beschäftigt, gibt es ein treffendes Stichwort: Transformation. Warum Transformation? Weil auf neues Denken auch immer neues Handeln folgt. Fortschritt. Wandel. Einst sah sich Volkswagen in erster Linie als Hersteller von hochwertigen und technologisch avancierten Fahrzeugen. Nun werden wir Schritt für Schritt auch zum Anbieter von umfassenden Mobilitätslösungen, von Services und einer digitalen Community, die jedem Mitglied einen unschätzbaren Mehrwert bietet.

Wer sich nostalgisch alte Zeiten zurückwünscht, hat den entscheidenden Punkt verschlafen: Die Zukunft der Fortbewegung wird viel, viel besser sein, als es die Vergangenheit jemals war – und für die Marke Volkswagen hat sie längst begonnen.

Auch die bereits auf dem Markt erhältlichen Modelle des Tiguan oder up! bieten derzeit in Hinblick auf Connectivity, digitalen Bedienungskomfort und Assistenzsysteme Technologien, die höchsten Standards entsprechen. Für den neuen Tiguan gingen bereits mehr als 100.000 Vorbestellungen ein – eine große Bestätigung.

Der nächste Schritt: der neue e-Golf, der mit 300 Kilometern Batterie-Reichweite das erfolgreichste e-Auto Europas werden soll. Spätestens bis 2025 wollen wir Volkswagen zum Weltmarktführer im Bereich e-Mobilität machen, mit einer Million verkaufter e-Autos im Jahr. Ein ehrgeiziges Ziel. Aber wer als führende Volumenmarke seine Kunden mit höchster Qualität, Service und visionären Ideen bedient – der kann das schaffen.

Kurz und simpel: Schon immer wurden Autos in erster Linie dazu hergestellt, um die Lebenswelt von Menschen zu verbessern, ihre Träume von Mobilität zu erfüllen. Dass Volkswagen die Kraft dieser Träume kennt, haben wir in der Vergangenheit bewiesen. Genau so geht es in die Zukunft.

Wie schon zuvor der Käfer und der Golf repräsentiert der kompakte, voll vernetzte I.D. die Zukunft von Volkswagen.