Volkswagen Magazin

Spiel, Sport und Fair Play stehen im Mittelpunkt der Kinder- und Jugendprojekte von „A chance to play – o direito de brincar“.

Begleitend zur Weltmeisterschaft in Brasilien, erhalten Mädchen und Jungen in den Armenvierteln rund um São Paulo, São Carlos, Taubaté und Curitiba Unterstützung, ihre Potenziale zu entwickeln und ihre Fähigkeiten zu stärken. Die Projekte verbessern die Chancen der Kinder auf einen Schulabschluss und zeigen ihnen Wege aus der Gewaltspirale heraus. Die Kinder lernen, mit gefährlichen Situationen und Konflikten in ihren Familien und Wohnvierteln umzugehen. Denn das Land ist von extremer sozialer Ungleichheit geprägt. Viele Kinder und Jugendliche haben nur schlechte Entwicklungschancen. Armut und schlechte Bildung dominieren ihren Alltag, es fehlen Spielplätze, Sport- und Freizeitangebote.

Hier setzt „A chance to play“ an. Es richtet sich in erster Linie an benachteiligte Kinder und Jugendliche im Umfeld von Standorten des Volkswagen Konzerns. Die Initiative betont eines der grundlegendsten Rechte von Kindern: das Recht auf Spiel, Portugiesisch „o direito a brincar“. Das Recht auf Spiel beinhaltet, dass Kinder die Möglichkeit haben müssen, in einer kindgerechten Umgebung aufzuwachsen, Zeit und Raum zu haben für Spiel, Sport und andere kreative Aktivitäten. Spielen beinhaltet dabei immer Elemente des Lernens und der Persönlichkeitsentwicklung. Die brasilianischen Projekte im Überblick.

Mike erzählt von seinem Leben und seinen Träumen.

A chance to play
... entstand als Kinderhilfsprojekt des Konzernbetriebsrates anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das Programm erreichte dort mehr als 50.000 Kinder. In Brasilien sollen sogar 60.000 Kinder von der Hilfe profitieren. Wer helfen will, kann unter dem Stichwort „A chance to play“ Spenden auf das Konto 15 1000 5000 bei der Volkswagen Bank ­direct (BLZ 270 200 00) einzahlen.

MENINOS

ist das Projekt „Jungen und Mädchen der Straße“, das im Großraum São Paulo tätig ist. Die Organisation wurde von Kindern und Jugendlichen gegründet, deren Lebensmittelpunkt die Straße ist. Straßenkinder und Jugendliche sind daher auch die wichtigste Zielgruppe. Mit der Musik- und Rhythmusgruppe EURECA präsentieren sich die Mädchen und Jungen des Projekts zum Beispiel mit Kinderrechtsthemen beim Karneval.

FUDE

Diese argentinische Stiftung Fußball für Entwicklung koordiniert ein Netzwerk für Straßenfußball in Lateinamerika. Die Aktionen der Stiftung sollen den Kindern Bildung vermitteln und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die Regeln für den Straßenfußball sind in diesem „A chance to play“-Projekt ganz besonders: Ein Spiel hat drei Spielzeiten. In der ersten wird besprochen, was Punkte bringt – nicht nur Tore zählen, sondern auch Respekt und Fairness auf und außerhalb des Spielfelds. Mädchen und Jungs bilden ein Team. In der zweiten Spielzeit wird dann Fußball gespielt. Danach wird diskutiert, welche Mannschaft anhand der vorher festgelegten Kriterien gewonnen hat. Es gibt keinen Schiedsrichter, sondern einen Vermittler, der selbst Jugendlicher ist und entsprechend ausgebildet wird.

FEASA

Die „Federação das Entidades Assistenciais de Santo André“ (FEASA) trägt das Projekt „Spielen ist eine ernste Sache“. FEASA unterstützt dabei Organisationen das Recht auf Spiel als sozialpädagogisches Werkzeug in ihre Programme für Kinder und Jugendliche zu integrieren. Diese Organisationen bilden dann ein Netzwerk, helfen sich gegenseitig und wirken daran mit, eine Kultur des friedlichen Miteinanders zu schaffen.

ACER

Der Verein zur Unterstützung gefährdeter Kinder ist eine Initiative in Diadema. In der Gemeinde im Süden von São Paulo gibt es vielen soziale Brennpunkte. ACER kümmert sich dort um vernachlässigte Kinder und Jugendliche und beteiligt sich an „A chance to play“ mit Spielangeboten. Im eigenen Stadtteilzentrum oder auf öffentlichen Plätzen organisiert der Verein „Spieltage“ und bildet Jugendliche auch darin aus, selbst solche „Spieltage“ auf die Beine zu stellen.

STIFTUNG CAFÚ

Die Stiftung Cafú trägt den Namen ihres berühmten Gründers: Cafú gewann  unter anderem zwei Mal die Fußball-WM und mit dem AC Mailand  2007 die Champions-League. Die Stiftung ist auch dort aktiv, wo der Fußball-Star aufgewachsen ist. Im Jardim Irene, einem Armenviertel von São Paulo, kämpft sie für soziale Gerechtigkeit. Rund 1000 Kinder und Jugendliche aus den ärmsten Familien erhalten Nachhilfeunterricht und berufsbildende Kurse. Um den Mädchen und Jungen darüber hinaus Werte zu vermitteln, werden vor allem Sport und Spiel als pädagogische Mittel eingesetzt.

CCFST

Im afro-brasilianischen Kulturzentrum Francisco Solano Trinidade lernen Kinder und Jugendliche mit Musik, Capoeira-Tanz und Theater ihre Wurzeln kennen. Im Rahmen von „A chance to play“ liegt der Schwerpunkt der Projektarbeit darauf, dass Kinder und Jugendliche sich spielerisch eine Kultur des friedlichen Miteinanders erschließen.

CELIVI

Das „Zentrum zur Befreiung des Lebens“ ist eine Kindertagesstätte in der Gemeinde Anto André im Süden São Paulos. Dort liegt der Schwerpunkt des pädagogischen Angebots auf dem „Recht auf Spiel“. Das Projekt, das mit „A chance to play“ verwirklicht wird, arbeitet mit Kindern und mit deren Eltern. Die Eltern werden als Multiplikatoren fortgebildet, um in ihren Vierteln eigene Aktionen zu Kinderrechten durchzuführen.

IPA

Die Internationale Spiel-Vereinigung hat in São Paulo eine Spiel-Bibliothek eingerichtet. Dort finden Kinder sichere Räume zum Spielen und werden sozialpädagogisch und bei Bedarf auch psychologisch betreut. IPA ist darüber hinaus auf die Ausbildung von „play workers“ spezialisiert: Das sind Multiplikatoren, die auch das Spielen als Methode einsetzen, pädagogische Inhalte vermitteln und Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung unterstützen.

PATRONATO

Das Patronato Santo Antonio ist eine Organisation in São Jose dos Pinhais in der Region Curitiba. Das Patronato arbeitet eng mit verschiedenen Schulen und lokalen Behörden zusammen, um Kindern Zukunftschancen vom Kindergarten bis zur beruflichen Bildung zu eröffnen. Das Patronato führt spezielle Freizeit-, Spiel- und Sportprogramme für vernachlässigte und arme Kinder und Jugendliche durch.

CEDECA

Im Kinderrechtszentrum im Stadtteil Sapopemba im Osten São Paulos sollen Menschen-, Kinder- und Jugendrechte im Stadtteil selbst und in den angrenzenden Gemeinden verbessert werden. Es gibt unter anderem Sport-, Hiphop- und Graffiti-Workshops. Kinder und Jugendliche erfahren hier Halt, Orientierung und eine sichere Umgebung. Gemeinsam mit den Pädagogen des Zentrums entwickeln sie Zukunftsperspektiven und setzen diese um.

GOTAS DE FLOR COM AMOR

Das Kulturzentrum „Tropfen von Blumen der Liebe“ im Süden von São Paulo bietet 250 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren Workshops zum Spielen und Lernen an. In fünf Häusern organisieren 42 Mitarbeiter Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe, Berufsberatung oder Freizeitkurse. Mit Tanz, Theater, Musik und Sport vermitteln  sie den Kindern, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können.

PROJETO ESPERANÇA

„Sport in den Gemeinden“ – das ist Ziel und Inhalt des Projekt Hoffnung  in der Stadt Taubaté. Freiwillige aus der Region, allen voran die Mitarbeiter des örtlichen Volkswagen Werks, tragen und unterstützen dieses Projekt. Im Mittelpunkt stehen Sportangebote für Kinder und Jugendliche, regelmäßig gibt es Fußballturniere. In der Region kommt es häufig zu teilweise gewaltsamen Konflikten zwischen den Einwohnern der verschiedenen Stadtteile. Darunter leiden vor allem die Kinder. Der Sport und die Turniere soll ihnen den spielerischen Zugang zur Lösung der bestehenden Konflikte aufzeigen.