Volkswagen Magazin

Historie

echte unikate

Die gibt‘s nur einmal: Wir zeigen die Individuen unter den Volkswagen Modellen – und erzählen ihre Geschichten.
Folge 1: Der „Vocho Teotihuacano“.

Die Künstler brachten über 19.800 Halbedelsteine auf dem Auto an.

Der aztekische Kunstkäfer.

Mexiko und der Käfer – das ist eine lange Geschichte. Noch bis 2003 wurden dort die letzten von insgesamt 21,5 Millionen Exemplaren gebaut, jahrzehntelang war das Straßenbild von Mexiko-Stadt von den typischen grünen Käfer-Taxis geprägt. Diese einzigartige, garantiert nicht massentaugliche Ausgabe des „Vocho“ (wie er dort genannt wird), die nun aus einer Werkstatt in San Martín de las Pirámides kommt, hängt somit an verschiedenen Historiensträngen: Einerseits verweisen die Bilder, Gesichter und Ornamente auf der Karosserie des „Vocho Teotihuacano“ (übersetzt: Käfer aus Teotihuacán) auf das Kulturerbe und die Tradition Mexikos. Andererseits dokumentiert das Kunstwerk die enge automobilgeschichtliche Verbindung zwischen dem Produktionsstandort Mexiko und der Marke Volkswagen.

Die Mosaike auf der Karosserie zitieren Symbole der prähispanischen Kultur.

Unikat in Zahlen.

Baujahr des Käfers: 1994
Vollendung des Unikats: 2015
Zahl der Halbedelsteine: 19.800
Gewicht des Autos erhöht sich durch den Schmuck um: 210 Kilogramm

Die Werkstatt von Projektleiter Héctor Garnelo Navarro und seinem fünfköpfigen Team liegt rund 50 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt, in der Nähe der prähistorischen Ruinenstadt Teotihuacán, nach der der Vocho benannt wurde. Fast drei Jahre haben die Kunsthandwerker gebraucht, um über 19.800 Halbedelsteine auf dem Auto anzubringen – unter anderem Obsidian-, Jade- und Aventurin-Quarz-Steine. Fahren wird so keiner mehr mit ihm: Derzeit ist der „Vocho Teotihuacano“ auf einer Tour durch diverse Museen, anschließend wird er zugunsten einer Organisation der Kinderkrebshilfe versteigert – und einen Ehrenplatz bekommen.