Volkswagen Magazin

Polo

Fünf von einem Schlag.

160 Sportwagenfans kamen beim ersten überregionalen Treffen der Polo R WRC Owners Group in Wolfsburg zusammen – das größte Event der Facebook-Community bisher. Wir stellen fünf Mitglieder und ihre Kraftpakete vor.

Text Elisabeth Jungklaus
Fotos Lars Landmann

Die VW Polo R WRC Owners Group

gegründet: 20.1.2014
Mitglieder: 621
Administratoren: Lars Albrecht und Sebastian Bayer
bisherige Treffen: 15

Die Begeisterung für Rallye-Sport und das besondere Gefühl, ein limitiertes Auto zu besitzen, teilen die Mitglieder der VW Polo R WRC Owners Group bei Facebook. Von September 2013 bis März 2014 verkaufte Volkswagen 2.500 Stück der Serienversion des Polo R WRC – des Rennwagens, mit dem Sébastien Ogier drei Jahre in Folge Rallye-Weltmeister wurde. Mit jeder neuen Saison wuchs in der Community der Wunsch, sich nicht nur digital, sondern auch persönlich im großen Rahmen auszutauschen. Im Juni 2016 klappte es – dank der gemeinsamen Organisation von Fanclubchef Lars Albrecht und Volkswagen waren 160 Mitglieder mit insgesamt 87 Autos in der Volkswagen Autostadt in Wolfsburg zu Gast.

Der Polo R WRC Street

Leistung: 162 kW (220 PS)
Geschwindigkeit: 243 km/h
Von 0 auf 100: in 6,4 Sekunden
Motor: 2,0 Liter
Gewicht: 1.324 kg
Gänge: 6
Besonderheiten: ABS & Stabilisierungsprogramm

»Für mich ist der Weg das Ziel.«

Kerstin Schulz, Polo R WRC Street Besitzerin seit 2015

Die PS-Begeisterte

Name Kerstin Schulz (40)
Wohnort Klötze bei Wolfsburg
Beruf Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst

„Auf den ersten Blick habe ich mich in dieses Auto verliebt – vor allem wegen der technischen Daten und des Designs. Ich möchte aber nicht mit den typischen blauen Rallye-Streifen, sondern durch meine Fahrleistung auffallen. Aber erst nach dem Kauf habe ich realisiert, was wirklich in dem Kraftbündel steckt. 162 kW (220 PS) besitzt das Auto in der Serienleistung – und das ist schon ein Fahrerlebnis. Aber ich wurde gierig, und da es ein Leichtes ist, aus diesem Auto mehr rauszuholen, habe ich noch eine Schippe draufgelegt. Ich entschied mich für eine Leistungssteigerung und danach hat mir der Tuner 222 kW (302 PS) bestätigt.
Mit Geschwindigkeit verbinde ich ein Gefühl von Freiheit. Mit meinem Polo komme ich schnell von A nach B und genieße es, einfach unterwegs zu sein – egal wo es hingeht. Für mich ist der Weg das Ziel.“

Der Initiator

Name Lars Albrecht (40)
Wohnort Hamburg
Beruf Berufskraftfahrer


„Das Beste an unserer Facebook-Gruppe ist, dass dort Menschen aus allen Teilen Deutschlands und sogar einige aus dem Ausland zusammenkommen. In diesem Jahr hat es endlich mit einem großen Treffen in Wolfsburg geklappt. Die Idee dazu kam mir schon wenige Monate nach meinem Autokauf im Mai 2014. Damals überlegte ich, wie viele Polo R WRC es wohl in Hamburg gibt und wie toll doch ein Treffen wäre.

Dann packte mich der Ehrgeiz und ich nahm Kontakt zu Volkswagen auf. Zur Unterstützung und aus praktischen Gründen ernannte mich der Gründer der Gruppe zum Mit-Administrator.
Dieses Auto sorgt für ein Gemeinschaftsgefühl unter allen Besitzern. Meinen Polo habe ich damals als Neuwagen bei einem befreundeten Verkäufer erworben. Bei jedem Besuch setzte ich mich ans Steuer und wir fachsimpelten zusammen. Mit dem speziellen WRC Alcantara-Lenkrad hat man sofort ein Rennfeeling in der Hand.“

»Mit dem WRC Alcantara-Lenkrad hat man sofort ein Rennfeeling in der Hand.«

Lars Albrecht, Polo R WRC Street Besitzer seit 2014

Die Rallye-Familie

Name Michaela (43) & Lukas Szymura (18)
Wohnort Burgen bei Bernkastel-Kues
Beruf Bürokauffrau & Schüler


„Angefangen hat alles bei einem Rennen im Jahr 2013, zu dem uns unser Freund Dennis Zenz mitgenommen hat – er ist Copilot bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Danach sagte ich zu meinem Mann: ‚Rallye ist ein Virus, den man nicht mehr loswird. Unheilbar.‘ Seitdem sind mein Sohn Lukas und ich infiziert.

Wir schauen zusammen den Rallye-Kalender durch und planen daraufhin unsere Touren in ganz Deutschland. Wir machen gar keine großen Urlaube mehr, sondern meistens viele kleine – und die verbinden wir immer mit Rallyes.
2014 habe ich den Polo R WRC zufällig beim Händler gesehen und dachte: Das gibt’s ja nicht, einen WRC, den man kaufen kann. Nach zwei Tagen Probefahren wusste ich: Ich muss ihn besitzen. Lukas und ich teilen uns den Polo. Ich fahre ihn meistens vormittags und er, wenn er mit seinen Kumpels nachmittags unterwegs ist. Klar, tanken muss natürlich Mutti. Er kümmert sich dafür ums Technische.“

»Rallye ist ein Virus, den man nicht mehr loswird.«

Michaela Szymura, Polo R WRC Street Besitzerin seit 2014

»Mein Polo ist wie ein kleiner Wolf im Schafspelz.«

Norman Schmidt, Polo R WRC Street Besitzer seit 2015

Der Beschützer

Name Norman Schmidt (31)
Wohnort Dippoldiswalde
Beruf Handwerker


„Das Fanclub-Treffen in Wolfsburg war ein absolut gelungener Tag. Über 87 Polo WRC auf einem Fleck – das gab es bisher noch nie in der Autostadt. Mir bedeutet es viel, die Leute einmal persönlich kennenzulernen. Schließlich helfen wir uns in der Community gegenseitig und zeigen natürlich auch Fotos von unseren verschönerten Autos.
Ein super leistungsstarker Motor in einem kleinen Auto – das macht für mich den Reiz am Polo R WRC aus. Mein Polo ist wie ein kleiner Wolf im Schafspelz. Da er im Originalzustand den höchsten Wert hat, habe ich ihn lediglich tiefergelegt und sonst nichts weiter verändert. Ganz ehrlich: Eigentlich interessiere ich mich gar nicht so sehr für Rallye-Sport. Rennen würde ich aus Verschleißgründen selbst nie fahren. Aber auf der Autobahn genieße ich es, mit meinem kleinen Polo die großen und teuren Autos zu ärgern.“

»Rallye-Sport ist in meinen Augen eine Kunst.«

Tobias Kaiser, Polo R WRC Street Besitzer seit 2015

Der Sportler

Name Tobias Kaiser (29)
Wohnort Minden
Beruf Industriemeister Metall


„Die Formel 1 war in meiner Familie schon immer das Nonplusultra. Da ich früher aktiv Speedboot fuhr und schon immer gern an Autos schraubte, wuchs mein Interesse für Motorsport noch mehr. Beim Rallye-Sport fasziniert mich, dass man auf losem Untergrund durch wildes Gelände fährt und man nie genau weiß, wie es nach der nächsten Kurve aussieht. Das ist in meinen Augen eine Kunst, die mir die Formel 1 nicht bieten kann.
Zugegeben, mich spornen sportliche Herausforderungen sehr an und ich schätze an Autos, wenn sie ein paar Ponys mehr unter der Motorhaube haben. Da genügt es schon, wenn ich auf der Landstraße das Gaspedal ein bisschen stärker durchdrücke, um Euphorie zu spüren. Dann fühle ich mich selbst fast wie ein kleiner Sébastien Ogier.“