Volkswagen Magazin

Würden Sie einen Elefanten unangeschnallt im Auto mitnehmen? Eine bescheuerte Frage, finden Sie? Nun gut, wie wäre es mit einer ungesicherten Ladung Holzpfähle. Nein? Die Vorstellung, diese würden sich beim Bremsen lösen und Ihre Familie durchbohren, lässt einen beherzt zum Sicherungsequipment greifen. Bei Fahrten mit Hund sieht das anders aus. Tür auf, Tier rein und alle Augen zugedrückt. Und das, obwohl schon bei einer Vollbremsung bei 50 Stundenkilometern aus dem flauschigen Collie mit 25 Kilo ein Geschoss von 1.250 Kilo wird. So schwer wie ein junger Elefant.
Dieses krasse Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, Hunde im Auto richtig zu sichern. Immer. Auch bei kurzen Fahrten. Auch wenn es schnell gehen muss. Dazu gibt es unterschiedliche Systeme: Netz oder Gitter, fest installierte und transportable Transportboxen oder Gurte. Die richtige Wahl hängt von Temperament und Größe des Tieres und vom Fahrzeugtyp ab. Der Hund braucht während der Fahrt genug Luft. Eingequetscht zwischen Gepäck im stickigen Kofferraum darf kein Familienmitglied bleiben. Manch ein Vierbeiner hasst es, wenn er seine Familie nicht im Blick hat, anderen wird übel von der vorbeiziehenden Kulisse.
Wie gern Ihr Hund im Auto fährt, ist eine Frage von Routine und Gewohnheit. Dabei ist bei vielen Hunden das Autofahren an sich gar nicht das Problem, weiß Hundetrainerin und -psychologin Julia Neuen. Viele Hunde weigern sich, überhaupt in den Wagen zu hüpfen. Um dies zu vermeiden, rät die Trainerin, am besten schon Ihren Welpen ans Auto zu gewöhnen und kurze Strecken zu fahren, sodass es Alltag für ihn wird. Viele Züchter legen den Grundstein, indem sie die Kleinen mit Auto und Box vertraut machen.

Doch auch wenn Sie Ihren Hund erst später bekommen haben oder er schlechte Erfahrungen gemacht hat, heißt das nicht, dass das Auto für immer negativ belegt sein muss. „Hunde leben im Hier und Jetzt. Man kann jeden Hund so weit bringen, dass er Autofahren als nichts Negatives mehr ansieht“, sagt Julia Neuen. Wichtig sei, dass man nicht zu viel Aufhebens um die Sache macht und sich genug Zeit nimmt. Damit gar nicht erst Nervosität und Aufregung hochkommen. Gerade zurückhaltende Tiere sollten das Auto in Ruhe kennenlernen. Einfach reinsetzen, schnüffeln lassen und warten, bis der Hund sich entspannt. Loben und raus. Wiederholen. Da sind langer Atem und Gelassenheit gefragt. Schließlich die Übung auf kurze Fahrten ausdehnen. Der eigene Platz im Wagen gibt Sicherheit.

Bei richtiger Übung kann die Transportbox noch viel mehr werden als ein nötiges Übel. Manch ein Hund fühlt sich in seiner Box so wohl, dass er sie sowohl zu Hause als auch auf Reisen als Bett benutzt. So hat er seinen vertrauten Ort immer bei sich und kann sich zurückziehen.

Das unbekannte Wesen.

Sobald man sich dem Thema „Hund und Auto“ widmet, prasseln unzählige Ratgeber, gut gemeinte Tipps und scheinbare Tabus auf einen ein. Gerade, wenn Sie noch nicht viel Erfahrung mit Hunden oder langen Autofahrten gemacht haben, sollten Sie sich nicht verrückt machen lassen, rät Julia Neuen. Es ist nicht so, dass Ihr Hund, den Sie kennen und der Ihnen vertraut, sich vor einer Autoreise über Nacht in ein geheimnisvolles Wesen verwandelt, das völlig unberechenbar reagiert. Sie sollten auf Ihr Gefühl vertrauen, wenn es um Füttern vor der Abfahrt, Pause machen oder Ähnliches geht. Hauptsache Herrchen oder Frauchen sind entspannt und nicht kurz vorm Nervenzusammenbruch, das überträgt sich sonst auf jeden Fall auf alle Mitfahrer.

Zubehör von Volkswagen

Das Trenngitter schützt bei abruptem Abbremsen. Es teilt Gepäckraum und Fahrgastraum zwischen Rückenlehne und Dachhimmel. Das Stahlgeflecht lässt sich problemlos und ohne Bohrung hinter der Rücksitzbank befestigen. Bei kleinen Hunden ermöglicht der Raumteiler zusätzlich, den Gepäckraum zu teilen.

Die Gepäckraumschale ist mit beidem kombinierbar. Sie ist abwaschbar, rutschhemmend und bequem. Alternativ gibt es die Kofferraumwendematte aus Velours und Kunststoff. Sie ist ebenso weich wie robust. Gegen Kratzer hilft die Ladekantenschutzfolie. Die transparente Folie wird einfach auf die Ladekante des Heckstoßfängers aufgebracht.

Der Sonnenschutz für die Heckscheibe und die Kofferraumseitenscheiben hilft bei Hitze und Sonne. Er ist leicht einsetz- und entfernbar und beeinträchtigt die Sicht nach hinten nicht.

Trenngitter zwischen Fahrgastraum und Laderaum verhindern, dass der Hund bei scharfem Bremsen nach vorn geschleudert wird. Gitter sichern die Insassen und sind praktisch, weil man keine Box tragen muss. Nachteil ist jedoch, dass diese Sicherung allein in erster Linie Menschen schützt. Wichtig ist, dass keine Gegenstände lose herumliegen, die den Hund verletzen können. Beim Kauf müssen Sie darauf achten, dass Ihr Hund nicht an der Seite durchschlüpfen kann.

Transportboxen sind sehr beliebt. Man unterscheidet solche, die fest installiert sind, von transportablen. Erstere werden individuell auf Ihr Auto zugeschnitten. Besonders wenn Sie zwei Hunde haben oder regelmäßig mit Ihrem Hund unterwegs sind, ist dies eine sehr sichere und komfortable Lösung. Nachteil ist, dass, auch wenn Sie mal allein losfahren, die Box den Laderaum blockiert. Transportable Boxen sind praktisch, mobil und sicher, wenn Sie auf eine stabile Konstruktion achten. Entscheidend sind die angemessene Größe, damit Ihr Hund komfortabel liegen kann, und der richtige Platz: Boxen für Kleine kommen in den Fußraum zwischen Vorder- und Rücksitz. Große Varianten gehören in den Laderaum – am besten quer zur Fahrtrichtung – und an die Lehne der Rückbank.

Gurte Wir lernen von klein auf, dass wir uns anschnallen müssen. Da liegt die Idee nahe, es bei Vierbeinern gleich zu tun. Auch für Hunde gibt es Sicherungsgurte, allerdings sind die mit Brustgeschirr ausgestattet und werden mit dem Gurtsystem der Rückbank gesichert. Sie sollten sich im Fachhandel beraten lassen, welcher Gurt für die Größe und das Gewicht Ihres Hundes fest genug hält. Das Geschirr muss gut gepolstert und ausreichend stabil sein. Entscheidend ist die Passgenauigkeit - der Gurt darf nicht zu viel Spiel lassen, darf die Bewegungen des Tieres jedoch nicht zu stark einschränken. Ist Ihr Hund sehr zappelig, sind Sie mit einem anderen Transportsystem besser beraten.