Volkswagen Magazin

Nachhaltigkeit

Ganz einfach: Think Blue.

Sie haben Lust auf mehr Nachhaltigkeit in Ihrem Alltag? Nichts leichter als das: Hier kommen 20 praktische Tipps, mit denen Sie die Umwelt weniger belasten und Ihren Geldbeutel schonen, ohne sich den Spaß zu verderben.

Text Jochen Förster
Illustrationen Anja Stiehler / Jutta Fricke Illustrators

On the road.

Fahren ohne Widerstand.

Spritsparen geht schon vor der Fahrt los. Zum Beispiel mit einer Reifendruckkontrolle. Der Rollwiderstand hat bis zu 15 Prozent Anteil am Gesamtverbrauch. Pumpen Sie den Reifen auf den für volle Beladung empfohlenen Reifendruck auf – die Werte finden sich in der Tankklappe. Achten Sie auch beim Reifenkauf auf einen möglichst geringen Rollwiderstand – das spart noch mal bis zu drei Prozent Kraftstoff und ist darüber hinaus auch noch leiser. Ein ähnlich effektives Instrument ist es, den Motor geschmeidig zu halten. Mit hochwertigen Leichtlaufölen, die den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent senken – erhältlich bei Ihrem Volkswagen Partner. Oder indem Sie einzelne Fahrten zusammenlegen. Am meisten verbraucht Ihr Motor, wenn er kalt ist. Erledigen Sie viele Wege in einem, ist er deutlich sparsamer, als wenn er zwischen mehreren Kurztouren immer wieder abkühlt.

Gut gelüftet ist halb klimatisiert.

Toll, wenn der Volkswagen über Klimaanlage, Sitz- und Spiegelheizung verfügt. Sie machen das Autofahren noch komfortabler – übermäßig eingesetzt, aber auch teurer. Überprüfen Sie daher während der Fahrt, welches Zubehör Sie verwenden. Und welches Sie wirklich brauchen. Um die Innentemperatur im Hochsommer herunterzuregeln und beizubehalten, verbraucht eine Klimaanlage bei niedrigen Geschwindigkeiten bis zu zwei Liter auf 100 Kilometer. Dabei wird man die Hitze (und zu hohen Verbrauch) ähnlich gut los, indem man vor der Fahrt durchlüftet beziehungsweise kurz mit offenen Fenstern anfährt. Im Winter gilt: Sitz- und Heckscheibenheizung sind Spritverbraucher. Schalten Sie sie aus, sobald die Heckscheibe frei und die Sitze warm sind.

At home.

Wo niemand ist, sei kein Licht.

Endlich zu Hause, der Tag war lang, es ist spät. Jetzt erst mal Licht an, schön gemütlich. Minuten später brennen in vier Räumen sieben Lampen. Sie sind aber nur in einem. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, nur dort Licht zu machen, wo Sie sich befinden. Richten Sie Ihr Zuhause so ein, dass Sie möglichst viel Tageslicht nutzen. Und verwenden Sie nach Möglichkeit nur Energiesparlampen von Markenherstellern – sie sparen bis zu 75 Prozent Strom gegenüber Glühlampen. Billige Energiesparlampen halten oft nur kurz. Am besten eignen sich die Lichtfarben „warmweiß extra“ oder „warmweiß“ – sie kommen dem Glühlampenton sehr nahe. Hochwertige Energiesparlampen lohnen übrigens auch, wenn das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, zum Beispiel in Treppenhäusern. In Letzteren ist eine Zeitschaltautomatik empfehlenswert. In selten genutzten Räumen wie Keller oder Dachboden, aber auch im Garten sind Bewegungsmelder sinnvoll.

Es muss nicht immer Sauna sein.

Neben dem Mietzins ist das Heizen oft größter Kostenpunkt beim Wohnen – und dort steckt das höchste Sparfuchspotenzial. Schon, wenn Sie die Raumtemperatur um ein Grad Celsius senken, sparen Sie sechs Prozent Energie. Mit einem cleveren Maßnahmen-Mix schaffen Sie noch deutlich mehr. Lüften Sie stoßweise (offenes Fenster für fünf bis zehn Minuten) – wer bei laufender Heizung das Fenster kippt, heizt die Straße mit. Legen Sie sich ein Heizungsthermostat zu – und stellen damit die Raumtemperatur nachts und bei längeren Abwesenheiten auf 15 bis 17 Grad ein. Sorgen Sie dafür, dass Fenster und Türen, Hauswand und Dachboden gut abgedichtet sind. Und achten Sie darauf, dass Ihre Heizkörper sauber und nicht zugestellt sind: So schöpfen Sie die Heizleistung optimal aus.

Waschen – voll cool.

Waschmaschinen optimal zu nutzen, ist eine Wissenschaft für sich. Hier nur die einfachsten Regeln: Gut gefüllt ist am meisten „Think Blue.“. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen meist 30 Grad ohne Vorwäsche aus (spart rund 50 Prozent gegenüber einer 60-Grad-Wäsche), zumal moderne Waschmittel geringere Temperaturen erlauben und 90 Grad praktisch überflüssig machen. Ökoprogamme brauchen zwar mehr Zeit, dafür weniger Energie. Und wer Platz für Wäscheständer, -spinne oder -leine an der frischen Luft oder in gut belüfteten Räumen hat, sollte auf Wäschetrockner verzichten. Generell gilt: Auf moderne Geräte mit Energielabel A+++ umzusteigen, lohnt sich fast immer.

It’s only Trash.

Müll trennen ist nicht schwer – in vielen Ländern gibt’s längst verbraucherfreundliche Trennmethoden. Kaufen Sie mit Vorliebe recycelte Produkte – oder recycelbare. Und nehmen Sie Sondermüllzeichen ernst – Energiesparlampen, Batterien oder Druckerpatronen haben im Hausmüll nichts zu suchen. Effektiver als Mülltrennung ist es allerdings, weniger (und ungefährlicheren) Müll zu produzieren. Etwa, indem Sie Stofftragetaschen nutzen. Groß- und Mehrwegverpackungen vorziehen. Mehrweg- statt Einwegflaschen oder Dosen kaufen. Und Kunststoffverpackungen meiden – sie zu recyceln ist kompliziert und teuer.

Alles im Fluss.

Nichts ist schöner als ein heißes Bad im Winter. Und nichts verbraucht mehr Haushaltsenergie. Seien Sie wählerisch. Wer duscht, verbraucht vier- bis fünfmal weniger Energie und spart mit Wassersparduschköpfen zusätzlich bis zu 50 Prozent Wasser. Weitere Klein-Aktionen mit großer Wirkung: beim Zähneputzen den Hahn zudrehen (spart in drei Minuten rund 20 Liter). Oder tropfende Hähne reparieren (spart rund 170 Liter Wasser pro Monat bei zehn Tropfen pro Minute). Einsparungen im großen Stil erreichen Sie beim Warmwasser vor allem durch Technologie. Moderne Erdgas-Warmwasserbereiter sind energieeffizient und platzsparend. Bei Durchlauferhitzern sind elektronische Geräte gegenüber hydraulischen oder thermischen vorzuziehen, da Sie mit ihnen die Wassertemperatur exakt einstellen können. Bei Warmwasserspeichern sollten Sie die Temperatur nicht zu hoch einstellen (zum Duschen reichen 37 Grad) und bei Abwesenheit den Speicher ausschalten.

In the kitchen.

Die Kanne ist voll.

Thermo ist nicht nur das Zauberwort bei warmer Kleidung – auch die gute alte Thermoskanne erlebt im Zeitalter von „Think Blue.“ ihren zweiten Frühling. Wer nämlich seinen Kaffee oder Tee direkt nach dem Brühen abfüllt, hat den ganzen Tag lang davon und spart Energie. Stundenlanges Warmhalten auf der Warmhalteplatte verbraucht ein Vielfaches mehr als das Kochen selbst.

Alles, was
Wild ist.

Darüber, wie wir uns am besten ernähren, gibt es jede Menge – und jede Menge gegensätzliche – Meinungen. Fleisch oder kein Fleisch, Bio oder Nicht-Bio – das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden. Sicher ist: Um unnötige Transportwege und Emissionen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, im Zweifel Produkte zu bevorzugen, die nicht unbedingt am anderen Ende der Welt hergestellt worden sind. „Regional kaufen“ heißt die einfache Lösung. Konkret: Sind zwei Produkte gleichwertig, greifen Sie zu dem, das aus Ihrer Nähe kommt. Und falls Sie Fleisch essen, hier noch ein Tipp: Wildfleisch aus heimischen Wäldern ist aus ökologischer Sicht die beste Wahl.

Give it a Toast!

Brötchen vom Vortag gehören nicht in den Backofen, sondern auf den Toaster. So sparen Sie bis zu 70 Prozent Energie im Vergleich zum Aufbacken. Überhaupt ist der Backofen eine echte Energieschleuder. Verzichten Sie daher auf überflüssige Garzeiten: Für wenige Gerichte muss der Ofen tatsächlich vorgewärmt werden. Meist reicht’s, ihn anzuschalten, wenn Pizza, Braten oder Kuchen hineinkommen. Die Garzeiten sind dann etwas länger, aber Sie nutzen die Energie effizienter. Backofen wie auch Elektroherdplatten können Sie schon Minuten vor dem Ende der Garzeit abschalten – die Restwärme reicht zum Fertiggaren oder -backen allemal.

Ab in den Kühlschrank.

Auch wenn’s paradox klingt: Je leerer ein Kühlschrank, umso höher sein Verbrauch. Luftkühlen erfordert nämlich mehr Energieaufwand als das Kühlen von Lebensmitteln. Achten Sie darauf, dass Ihre Fächer gut gefüllt sind. Im Zweifel ist es billiger, die Lücken mit Wasserflaschen zu schließen. Eine Temperatur von 7° C im Kühlschrank und -18° C im Gefrierfach reicht allgemein aus. Achten Sie darauf, dass die Geräte nicht vereisen (sonst: abtauen!). Auf geradem Untergrund stehen. Und möglichst das Energielabel A+++ haben.

Deckel drauf!

In vielen Haushalten verläuft die Energiehauptschlagader mitten durch die Küche. Ein paar Tricks beim Kochen reichen, sie zu schonen. Etwa durch intelligente Warmwasserbereitung: Beim Nudelnkochen reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch leicht um die Hälfte, wenn Sie statt der Herdplatte einen Wasserkocher benutzen. Weitere 30 Prozent sind möglich, wenn Sie sich Großmutters Weisheit zu eigen machen, dass zu jedem Töpfchen sein Deckelchen gehört. Zugedeckt geht es beim Kochen mit Topf und Pfanne nämlich deutlich flotter – und nachhaltiger. Im Schnellkochtopf geht’s doppelt sparsam, der Stromverbrauch sinkt bei E-Herden nochmals um bis zu 50 Prozent. Töpfe und Pfannen sollten nie kleiner als die Herdplatten sein, sonst verpulvern Sie Energie.

In the office.

PDF schlägt Papier.

In Unternehmen und Agenturen, Verlagshäusern und Bürogemeinschaften bis heute ein vertrautes Bild: Der Drucker quillt über und keiner weiß, warum so viele Tonnen täglich im Altpapier landen. Unser Vorschlag: Nicht-Drucken sollte der Normalfall sein. Und wenn doch, dann nur die Passagen, die Sie für Ihre Konferenz, Präsentation oder Recherche brauchen. Doppelseitendruck nutzen. Und im Zweifel erinnern Sie sich daran: Statt Hunderter Handouts ist eine schwungvolle PowerPoint-Präsentation oft die bessere Alternative. Und hinterher mailen Sie den Kollegen ein PDF.

Zusammen
sind Sie
stärker.

Auf dem Weg zur Arbeit treffen Sie an der Ampel regelmäßig den Kollegen. Sprechen Sie ihn doch mal an. Fahrgemeinschaften schonen Umwelt und Portemonnaie – allein in Deutschland verursacht der Verkehr 18 Prozent aller CO2-Emissionen. Auch wenn Sie den Öffentlichen Nahverkehr nutzen, verbessern Sie Ihren „Fußabdruck“. Erwägen Sie die Nutzung von Mitfahrzentralen. Und überlegen Sie auf Dienstreisen, ob es wirklich das Flugzeug sein muss – ein Bahnticket ist im Zweifel die bessere Option. Zumal die Zeitersparnis oft geringer ist, als viele denken: Der ICE fährt von Hamburg nach Frankfurt in rund 3,5 Stunden. Rechnen Sie Check-in- und Transferzeiten hinzu, sind Sie im Flieger kaum schneller unterwegs.

Kurzstrecke zum Selbermachen.

Sie sind zum Lunch verabredet, müssen kurz was einkaufen oder haben ein Meeting im benachbarten Stadtteil: Lassen Sie den Wagen stehen. Nutzen Sie lieber die eigenen Beine. Oder das Fahrrad (lässt sich in vielen Citys leicht mieten). Oder probieren Sie es doch mal mit Carsharing. Und von wegen Kurzstrecke: Vom 2. in den 3. Stock mehrmals täglich die Treppe statt den Lift zu nehmen, ist sportlich und hält gesund. Und macht aus Ihnen im Sauseschritt ein echtes „Think Blue.“-Vorbild.

Wie hell soll’s sein?

Ein handelsüblicher Flachbildschirm frisst so viel Strom wie der eigentliche Rechner, ein Röhrengerät gar das Doppelte. Achten Sie deshalb darauf, wie hell Ihr Monitor oder Fernseher wirklich sein muss – oft reicht weniger Helligkeit aus, als Sie denken. Wenn Sie eine Pause machen: Energiesparmodus aktivieren. Der automatische Wechsel in diesen Modus spart gegenüber dem Arbeitsmodus über 90 Prozent. Und wenn Sie Ihren Computer während der Mittagspause ausschalten, spart er leicht mehr als ein Zehntel seines Tagesstromverbrauchs.

Alles im Off-Modus.

Ja, doch, auch Multitasking hat eine „Think Blue.“-Dimension. Computer, Telefon, Beamer, Soundsystem, Kaffeemaschine – an vielen Arbeitsplätzen laufen viele Geräte gleichzeitig. Strom, den Sie leicht sparen können: mit abschaltbaren Steckdosenleisten. Viele – vor allem jüngere – Geräte haben keinen Netzschalter, laufen so durchgehend im sogenannten „Scheinaus-Betrieb“ und verbrauchen so Strom. Durch vollständiges Abschalten können zum Beispiel allein deutsche Haushalte rund 22 Milliarden Kilowattstunden im Jahr einsparen.

Clevere Erfindungen

Ideen gibt es genug, praktische Angebote auch. Online finden Sie heute eine Vielzahl von Geräten, die beim Energie- und Geldsparen helfen. Drei Beispiele:

Smartphone-Ladekabel mit Solarzelle Ihr grüner Handy-Freund, nützlich nicht nur auf Reisen: Mit dem sogenannten „Solar Charger“ können Sie Ihr Smartphone immer und überall laden, ohne von Steckdosen abhängig zu sein. Die Energie kommt aus der Solarzelle.

Selbstreinigendes Geschirr
Nie mehr spülen? Kein absurder Traum, sondern durchaus eine Haushaltsoption. Möglich machen es Geschirrsorten mit besonderen Beschichtungen, welche die Oberfläche gegen Wasser- und Schmutz schützen – ähnlich dem Lotuseffekt. Gut für die Umwelt, weder Wasser noch Reinigungsmittel sind zum Säubern nötig. Es reicht ein trockener Lappen.

Volkswagen BlueMotion CHECK
Haben Sie Interesse an einem nachhaltigen Antrieb, aber wissen nicht, welcher am besten zu Ihnen passt? Kein Problem mit dem neuen „Volkswagen BlueMotion CHECK“. Die App findet heraus, welche Technologie von Volkswagen die richtige für Sie ist. BlueMotion CHECK analysiert ihr Fahrprofil und vergleicht den Verbrauch und CO2-Ausstoß Ihres aktuellen Fahrzeuges mit nachhaltigen Antrieben (Elektro, Hybrid, Erdgas und Diesel).

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