Volkswagen Magazin

Tag 1

Start im Norden Um kurz nach drei drückt Kristina Hansen, Bürgermeisterin von Nordkap, auf den Startknopf im Touareg. Los geht’s im verschneiten Norwegen, über Finnland, Schweden bis nach Dänemark. Die Reifen haben selbst auf vereisten Straßen eine gute Zugkraft. Wir erreichen noch in derselben Nacht die Fähre von Rødby nach Fehmarn.

Quer durch Skandinavien

Von Norwegen geht es über Finnland, Schweden und Dänemark nach Deutschland.

Das Team

Rainer Zietlow und seine Kollegen Marius Biela und Matthias Prillwitz sind Langstrecken-Rekordhalter. Ihre erste Erfolgstour führte 2011 in elf Tagen von Feuerland nach Alaska, die zweite 2012 in 17 Tagen von Melbourne nach Sankt Petersburg. Ende September 2014 brachen sie zu ihrem längsten Rekordversuch auf – im Volkswagen Touareg von Norwegens Nordspitze zu Südafrikas Südspitze, dem Kap Agulhas. Lesen Sie hier die Höhepunkte aus Rainer Zietlows Straßentagebuch.

Tag 2&3

Stau in Prag An der Stadtgrenze treffen wir tschechische Mitarbeiter von Volkswagen. Sie lotsen uns gut durch den stockenden Berufsverkehr in Prag. 

 

Hallo Bratislava Die Heimatstadt des Touareg, auch hier begleiten uns Männer von Volkswagen einige Kilometer. Rund 18 Stunden später erreichen wir den Bosporus und passieren die türkische Grenze. 

Quer durch Osteuropa

Von Deutschland geht es in Richtung Osteuropa. Durch Tschechien, Ungarn, dann durch Serbien und Bulgarien bis zur türkischen Grenze. 

Tag 4 

Up in the air Am Flughafen im Südosten der Türkei wartet die Antonov 74. Das Transportflugzeug bietet reichlich Platz für uns und den Touareg. Über den Luftweg geht es nach Afrika. Wir gönnen uns ein Nickerchen. 70 Stunden Nonstop-Driving liegen hinter uns.

Hallo Afrika Zwei Stunden später landen wir in Ägypten, in Mersa Matruh. Auf den Straßen begrüßen uns Kühe und Kamele. 

Von der Türkei nach Ägypten 

Vom Bosporus, der Meerenge zwischen Europa und Asien, geht es quer durch die Türkei. Südöstlich von Ankara dann über den Luftweg nach Afrika. 

Tag 5

Wüste Es wird wärmer. Unser Bordcomputer zeigt 43 Grad Celsius an, als wir hinter Kairo die Tempelanlagen von Luxor passieren. Danach kommt der Sudan. Stundenlang sehen wir nichts außer Sand. Am Morgen belohnt uns der bisher tollste Sonnenaufgang.

 

Chaos Der Fahrstil der Äthiopier ist gewöhnungsbedürftig. Auf einer breiten Straße fahren Autos in vier Spuren nebeneinander, manche fahren Slalom, andere hupen drauflos, niemand weiß, ob sie rechts oder links überholen wollen.

 

Quer durch Ostafrika

Es geht einmal quer durch Ägypten, dann weiter durch den Sudan.

Tag 6 

Äthiopien Es wird grüner. In Äthiopien gibt es fruchtbare Hochebenen und viele kleine Dörfer. Wir müssen achtgeben, wir treffen Feldarbeiter, Kinder. Das Leben spielt sich hier auf der Straße ab. 

Quer durch Ostafrika 

Von Sudan aus geht es in Richtung Addis Abeba, Äthiopien. 

Der Crash

Unser Crash Wellige Böden, überflutete Straßen in Iringa. Wir werden unverschuldet in einen Unfall verwickelt. Niemand wird verletzt, aber nach sechs Tagen müssen wir eine Zwangspause einlegen. Mechaniker von Volkswagen sitzen im 500 Kilometer entfernten Dar es Salaam. Hier gibt es Hoffnung: Der Motor hat keinen Totalschaden, aber wir müssen mehrere Tage auf Ersatzteile aus Wien und Bratislava warten. 

Zwangspause in Tansania

Quer durch die Nationalparks von Kenia, Tansania, Reparatur in Dar es Salaam. 

Tag 19

Aufbruch 13 Tage ist unser Crash her. Jetzt geht es endlich weiter. Wir können es kaum glauben, dass der Motor tatsächlich wieder läuft. Die Mechaniker aus Dar es Salaam konnten ihn mit den Ersatzteilen notdürftig reparieren. Wir hoffen, dass der Touareg die letzten 4000 Kilometer nach Südafrika schafft. Auf Schotterpisten können wir nur Schritttempo fahren.  

Von Ostafrika gen Süden

Von Dar es Salaam zurück nach Tansania. Es geht durch Sambia und Simbabwe. 

Tag 20&21

Endspurt Der Touareg schnurrt problemlos über die Straßen. In Sambia und Simbabwe ist das Glück auf unserer Seite, die Straßen sind erstaunlich gut geteert, auch das Wetter spielt mit. Eine Siegerpose kurz vor unserem Ziel: Kap Agulhas, dem südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Wir haben es geschafft.

Von Ostafrika gen Süden

Von Tansania geht es weiter gen Süden, durch Sambia und Simbabwe. 

Fazit 

Wir haben es geschafft. Am Sonntagabend um 20.42 sind wir am Ziel. Kap Agulhas. Polizistin Julia Anne de Brain stoppt die Uhrzeit in unserem Auto. Trotz des Unfalls haben wir die 17.000 Kilometer lange Reise in 21 Tagen, 16 Stunden und 36 Minuten gemeistert. Damit liegen wir klar unter der Zeit von 28 Tagen, dem 1984 aufgestellten Weltrekord. Und das Unglaublichste: Ohne unseren Unfall hätten wir sogar bei der Fahrzeit von acht Tagen und zehn Stunden gelegen. Großen Dank an die Volkswagen Mitarbeiter in Europa und Afrika, ohne euch hätten wir es nicht geschafft. Wir freuen uns schon auf den nächsten Touareg Rekordversuch!