Volkswagen Magazin

Innovation

Zukunft braucht Haltung: Think New

Wie der Straßenverkehr der Zukunft aussehen wird – das ist nicht nur eine technologische und logistische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Frage. Um eine Antwort auf sie zu finden, braucht die Automobilindustrie ein neues Selbstverständnis. Volkswagen hat sich längst auf den Weg dorthin gemacht, gemeinsam mit seinen Kunden.

Text Jürgen Stackmann

Das Fahrzeug, um das es hier gehen soll, ist ein Statement. Ein Auto, das den Betrachter schon beim ersten Anblick fesselt, das man unbedingt ausprobieren will. Und das sich dann, auf den zweiten Blick, als richtungsweisendes Glanzstück neuer Fahrzeug-Technologie herausstellt.
Der BUDD-e strahlt die Schönheit der Zukunft aus – nicht nur mit grandiosem Design, sondern auch als vollelektrisches, komplett vernetztes Musterbeispiel für intelligent mobility. Emotion und technologische Extraklasse – die Autos von morgen brauchen immer beides.
Auf der Technikmesse CES in Las Vegas und beim Auto-Salon in Genf hat der BUDD-e bereits für großes Aufsehen gesorgt. Man kann ihn ohne Weiteres als Paradigma für den Zukunftskurs der Firma Volkswagen sehen: ein Konzeptfahrzeug, das viele der Visionen verkörpert, die wir derzeit mit größter Hingabe verfolgen.

e-mobility für die Langstrecke, komfortable, digital gestützte Bedienung, alle Aspekte der Connectivity – also der Verankerung des Autos im sogenannten Internet der Dinge.
Zum perfekten Symbol für den neuen Weg von Volkswagen wird der BUDD-e aber erst durch diese Eigenschaft: Er ist ein soziales Fahrzeug. Eines, das Menschen zusammenbringt. Ein Auto, mit dem man große Gefühle verbindet.
Es gibt einen Begriff für diese Haltung, mit der Volkswagen in die Zukunft geht: Think New.
Es ist kein Zufall, dass der BUDD-e entfernt an den VW T1 erinnert. Der sogenannte Bulli war schon in den 60er-Jahren eines der Lieblingsfahrzeuge der Hippie-Generation. Auf den alten Bildern, die man sofort vor dem inneren Auge sieht, sind die Busse oft bunt bemalt. Sie stehen auf deutschen Campingplätzen, an griechischen Küstenstraßen, bei Open-Air-Festen in Portugal oder an US-amerikanischen Stränden, oft mit einem Surfbrett auf dem Dach.

Der BUDD-e steht für eine Gegenwart, die in die Zukunft weist.

Der Bulli war damals eines der ersten Automobile der Welt, das einerseits für individuelle Freiheit stand, aber auch für Gemeinschaft, für soziales Miteinander und Erleben. Eine Ikone der „Love and Peace“-Zeit, ein Zuhause auf Rädern. Dieselben Werte, die rund 50 Jahre später im BUDD-e stecken.
Technisch basiert der BUDD-e auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten, einer Fahrzeugarchitektur, die von Volkswagen speziell für die e-mobility entwickelt wird. Der Akku erlaubt unter besten Bedingungen eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern, Türen und Sensoren im Innenraum reagieren auf berührungsfreie Gesten- oder Sprachsteuerung. Viele Dienste sind unterwegs durch die direkte Verbindung ins Internet abrufbar. Kurz: Fast alles, was man sich je von einem Elektroauto erträumt hat, wird hier Wirklichkeit.
Wann diese Ausstattung in serienreifen Fahrzeugen erlebbar sein wird, steht noch nicht fest.

Dafür demonstriert der BUDD-e heute schon eine Technologie, die realisierbare Gegenwart ist – und zugleich in die Zukunft weist. Weil sie keinen technischen Selbstzweck verfolgt, sondern in letzter Konsequenz die Menschen in den Mittelpunkt rückt, ihre Träume und Bedürfnisse.

Jahrzehntelang haben sich die Automobilkonzerne vor allem als Hersteller und Hardware-Spezialisten begriffen. Man muss ganz ehrlich sein: Was ihre Rolle als Dienstleister und Anbieter sozialer Plattformen betrifft, hatte die Fahrzeugindustrie zuletzt noch Nachholbedarf. Natürlich wird Volkswagen auch weiterhin für Technologie, Qualität, Design und Substanz stehen. Aber wir werden zugleich auch ein Service-Provider sein. Ein Networker im Interesse unserer Kunden. Ein Kommunikator. Eine Ideenwerkstatt, in der es um Konzepte für den Straßenverkehr und die Vernetzung von morgen geht. Genau darum geht es bei Think New.

Wir müssen die Menschen in den Mittelpunkt stellen.

An jedem Modell von Volkswagen hängen unzählige persönliche Erlebnisse, die Menschen mit ihm verbinden: der Polo, der nach bestandener Führerscheinprüfung das erste eigene Auto war. Der Passat, mit dem es auf die erste gemeinsame Urlaubsreise ging. Der Sharan, der für den Familiennachwuchs angeschafft wurde – und so weiter. Fast jeder hat seine Geschichte mit einem Volkswagen. Think New bedeutet: Wir wollen den unzähligen Geschichten, die die Zukunft noch bringen wird, ein Zuhause geben.

Wenn wir von der Mobilität von morgen sprechen, geht es nicht nur um Autos. Es geht um die Menschen, die mit ihnen fahren, allein oder gemeinsam. In einer durch und durch mobilen, digitalisierten Gesellschaft wird das Auto – wie schon damals der Bulli – zum Zuhause auf Rädern. Zum mobilen sozialen Raum.

Natürlich gibt es auf dem Weg zum Straßenverkehr der Zukunft noch viele Probleme zu lösen. Eine aktuelle Studie der United Nations sagt voraus, dass im Jahr 2030 bis zu 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben werden, 2050 sogar 66 Prozent. Wer heute solche Zahlen hört, sieht vor dem inneren Auge keine Hippie-Visionen – sondern Bilder von Staus und voll belegten Parkplätzen.

Von heute auf morgen werden sich diese Punkte nicht aus der Welt schaffen lassen. Und dennoch können wir mit Sicherheit sagen: Zukünftige Generationen werden das Auto gewiss nicht mehr als Auslöser von Problemen sehen. Sondern auch noch als Löser.

Eine große Herausforderung für die Hersteller und die Kunden? Ja, unbedingt. Aber auch: ein neues Versprechen für die Mobilität. Die Glanzzeiten des Automobils liegen noch vor uns – und die schönsten Geschichten von und mit Volkswagen auch. Come on, think new!

Jürgen Stackmann

Jürgen Stackmann, Jahrgang 1961, ist Mitglied des Markenvorstands Volkswagen Pkw und leitet dort die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und After Sales. Der Bankkaufmann und Diplom-Betriebswirt begann seine Laufbahn bei Ford. Zu Volkswagen kam Stackmann 2010, unter anderem war er auch für die Marken ŠKODA Auto und SEAT tätig.